Alles "Böse" zum Geburtstag

Ein Spiel von Theater Zeitgeist

So hat sich das die versammelte Kinderschar nicht vorgestellt. Der Achtzigste des Vaters, zu dem sich alle eingefunden haben, offenbart das für die auf das Erbe gierenden Unglaubliche: Vater Richard hat eine neue Freundin. Aber damit nicht genug. theater-zeitgeist.01Außerdem hat er sich entschieden, das junge Ding auch nach seinem Ableben mit all seinem Geld zu beglücken. Schließlich verdienen seine Nachkommen allesamt ganz ordentlich und die verzogenen Neffen und Nichten haben sich schon seit Jahren nicht mehr blicken lassen. Zu allem Überfluß hat der Alte seine neue Flamme Britta auch noch zur Familienfeier eingeladen.
Das kann ja heiter werden! Die Brüder Georg und Joachim nebst Gattinnen Beata und Sylvia sind entsetzt, sehen sie doch ihre bereits sicher geglaubten finanziellen Felle davon schwimmen. Nur der schwule, älteste Bruder Max scheint nichts gegen die amourösen Abenteuer seines alten Herrn zu haben. Da klingelt es aber auch schon an der Tür und die Verwirrung ist perfekt. In der Tür steht die wunderschöne Britta, die neben Richard auch Georg und Joachim die Schweißperlen auf die Stirn treten läßt.
Kritisch wird die angebliche Erbschleicherin beäugt, die den Alten nur mit 'Liebling' anspricht. Herrliche Charaktere hat das erfolgreiche Autorenduo wieder für die Bühne erschaffen: den jüngsten Sohn Georg, der immer nur schlechte Witze erzählt, über die außer ihm niemand lacht, und seine dümmlich-blonde Frau Beata, die der Alte allzu gerne zur Weißglut bringt, wohlwissend, daß sie, das Erbe fest im Blick, sich nicht traut, ihn zu verärgern. Mit lausbübischem Charme sabotiert er die Planungen seiner Kinder und bewahrt nebenbei eine Vorratspackung Viagra im Kühlschrank, mit der er ein ganzes Altersheim auf Trab halten könnte.
Als sich am Ende alles aufzuklären scheint, sorgt ein erneutes Klingeln an der Tür für endgültige Verwirrung

Faszination Moor erleben

Ein Ausflug ins Schülper Moor mit dem Kulturverein

03.10.09, 10:00 Uhr Torfwerk Schülp:
Bei bestem Moor-Wander-Wetter wird der Vorplatz der Verladestation von etwa 20 PKW als Parkplatz genutzt und ist mit über 50 Teilnehmern gefüllt. Nach der Begrüßung durch Rolf Ewers vom Sprecherrat des Kulturvereins referiert Bürgermeister Volker Ratjen ausführlich über die Geschichte des Schülper Moors und des Torfabbaus.
schuelper moor okt2009 20130831 1968843099Hr. Tietjen, der Betriebsleiter der Abbaufirma erklärt den vom ausgeschenkten Begrüßungsschnaps „Moorgeist“ erwärmten Teilnehmern, dass sie mit der Lorenbahn ins ehemalige Torfabbaugebiet einfahren werden. Hr. Tietjen gibt Hinweise zur Sicherheit, da die Loren eigentlich nicht für den Personentransport vorgesehen sind.
Die Fahrt in den hölzernen Wagons dauert etwa eine halbe Stunde. Jeder dieser Anhänger ist mit etwa 10 Personen gefüllt, die die Landschaft genießen und sich bei 2 km/h dem Geschwindigkeitsrausch hingeben. Volker Ratjen, der auf dem hinteren Triebwagen mitfahrt, muss als „Mützenretter“ einspringen, die der böige Wind einem der Teilnehmer vom Kopf geweht hat. In gemütlichem Spaziergangtempo überholt er mühelos einen Anhänger nach dem anderen und gibt die Kopfbedeckung zurück.
Der Tross kommt mit durchdrehenden Rädern mehrmals zum Halten und muss zurücksetzen um mit Anlauf Erhöhungen des unebenen Schienenstrangs zu überwinden. Am Ende der Strecke und nach Überfahrt eine wenig vertrauenserweckenden Brücke kommen die Teilnehmer nach einem kurzen Fußweg am Zielpunkt mitten im ehemaligen Torfabbaugebiet an.
Die Moorexpertin, Fr. Brettschneider, hält einen Vortrag über das Moor und die Renaturisierungsmaßnahmen, dem die Teilnehmer interessiert folgen und sich viele Fragen beantworten lassen.Das Interesse der etwa 10 Kinder beschränkt sich mehrheitlich auf
die Konsistenz des Bodens und die Frage, wie tief man einen Regenschirm in den feuchten Boden stechen kann.
Fr. Brettschneider weißt in ihren Ausführungen auch darauf hin, dass auch ein renaturisiertes Moor außerhalb der befestigten
Wege nicht ungefährlich ist! Obwohl die Abbaufirma am 31.12.09 das Schülper Moor nach abgeschlossener „Auswilderung“ verlässt, bleibt sie wichtiger Ansprechpartner, da sie über das notwendige Arbeitsgerät und vor allem Know-how verfügt.
Nach dem Vortrag wagen sich einige Teilnehmer in das zur Neuentstehung vorbereitete Moorbecken, dass sich in den Jahren erst mit Wasser füllen soll um später mit Torfmoosen und anderen Pflanzen zu verwildern. Etwa 1,5 m unterhalb des befestigten Wegs fühlt sich der Boden instabil wie ein fester Kuchenteig an. Geht man tiefer in die Senke, wird der Untergrund zunehmend matschiger und direkt vor dem entstandenen Tümpel ist der Boden wassergetränkt und man beginnt darin zu versinken, wenn man mehrmals das Gewicht von einem Fuß auf den anderen verlagert. Ein vorsichtiger Schritt in den mit Wasser gefüllten Bereich
lässt einen festen Halt gänzlich vermissen. Es scheint dort keinen festen Boden mehr zu geben.
Wieder an der Verladestation angekommen werden noch einige Fotos geschossen und in kleinen Gruppen über die Erfahrungen des Ausflugs gesprochen.
Nachdem der Kulturverein Fr. Brettschneider noch einmal für den tollen Vortrag bedankt und ihr einen Blumenstrauß überreicht hatte, löste sich die Teilnehmerschaft um viele Eindrücke und Informationen bereichert allmählich auf.
Da diese Aktion von Kulturverein Schülp so ein riesen Erfolg war, darf man hoffen, dass es bald wieder eine Expedition ins Moor gibt und dass dies zukünftig regelmäßig und touristisch angeboten werden kann.
Für die Rückreise entscheiden sich die meisten Teilnehmer für einen Fußmarsch.
Dadurch hat die dieselbetriebene Mini-Lok deutlich weniger Gewicht zu ziehen und „rast“ mit 4 km/h und etwa 5 „Loren-Fans“ an Bord an der „Wanderer-Fraktion“ vorbei.
Christoph Fellbaum
Schülp, 03.10.09

zu den Bildern

 

Kinder kochen mit Gesa und Maren

06. und 07.10.09 15 Kinder im Alter zwischen 5 und 11 Jahren hatten sich für die beiden Tage angemeldet. Bei schönem Wetter ging es erst mal in Marens Garten. Dort wurden Beeren, Trauben und Birnen geerntet. Leider gab die Natur nicht mehr soviel her, sodass wir Beeren zukaufen mussten. Den meisten Spaß hatten die Kinder beim Pflücken der Weintrauben; die Leiter konnte nicht hoch genug sein. Danach ging es in die große Küche, wo alle genug mit schälen, schneiden, abwiegen, rühren und kochen zu tun hatten. Dabei wurden die neu erlernten Herbstlieder gesungen und mit den Deckeln der Schraubgläser rhythmische Töne erzeugt. Nach getaner Arbeit wurde natürlich probiert und die Vielfrucht- und Birnenmarmelade auf frischem Weißbrot ging reißend weg. Es waren 2 schöne Nachmittage mit tollen Kindern!!! Gesa und Maren

zu den Bildern

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.